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Trends und Erwartungen

Elektromobilität 2021

03. Mai 2021

Im Diskurs über alternative Mobilitätskonzepte der Zukunft, sei es für den öffentlichen oder den individuellen Verkehr, nimmt der Elektroantrieb seit einigen Jahren eine zunehmend prominentere Rolle ein und wird im Bereich der nachhaltigen Fortbewegung häufig sogar synonym verwendet. Der kontinuierliche Fortschritt in der Branche kennt auch im Jahr 2021 keine Rast – der Coronakrise zum Trotz.

Auto an der Ladestation

Der Stand der Dinge

Home-Office, Kontaktbeschränkung, geschlossener Einzelhandel: Dass die Zulassungszahlen für Neuwagen in Deutschland im Zuge der Corona-Pandemie im Jahr 2020 rückläufig waren, dürfte nicht allzu verwunderlich sein. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 20% weniger Fahrzeuge registriert, seit dem Krisenjahr 2008 der höchste Wert. Der Rückgang trifft allerdings nicht alle Geschäftszweige gleichermaßen.

Im letzten Jahr beanspruchten alternative Antriebe, zu denen neben dem Elektromotor unter anderem Hybrid- und Plug-In-Lösungen gehören, rund ein Viertel aller Neuzulassungen: Ein Rekordwert. Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb verzeichneten einen Anstieg von über 200% und konnten ihren Anteil am gesamten Pkw-Bestand der Bundesrepublik so mehr als verdoppeln. 1,2% aller Fahrzeuge in Deutschland werden nun batterieelektrisch betrieben. Bezieht man die anderen alternativen Antriebsformen in die Rechnung ein, beläuft sich der Wert sogar auf 3,6%.

Eine monatliche Übersicht über die Neuzulassungen „sauberer“ Fahrzeuge stellt das Kraftfahrtbundesamt zur Verfügung. In dieser manifestiert sich der momentane Trend: Während im September 2019 etwa 8.400 Elektroautos zugelassen wurden, waren es genau ein Jahr später bereits 21.888, also fast die dreifache Anzahl. Ein Anstieg um knapp 125% trennt die Monate Februar 2020 und 2021, 14.716 standen hier 18.278 Fahrzeugen gegenüber. Reine Verbrenner machten etwa 60% aus.

Deutsche Hersteller werden beliebter

Von den 394.940 im Jahr 2020 neuzugelassenen Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb fallen 17,4% auf Volkswagen zurück, Mercedes und Audi (14,9% respektive 9,0%) folgen auf den nächsten Rängen und werden in der Rangliste der rein batterieelektrischen Modelle von Renault und Tesla (16,2% respektive 8,6%) verdrängt, der erste Platz bleibt in Wolfsburger Hand (23,8 %).

Diese Entwicklung zeigt, dass Deutschland, obwohl anfangs zaghaft im Vergleich etwa zu China und den USA, auf dem internationalen Markt der Zukunftsmobilität durchaus mithalten kann und es geschafft hat, die Produktion an die Bedürfnisse der Zukunft anzupassen. Im Gesamtbestand bestätigt sich dieser Trend.

Gute Zukunftsaussichten

Ein Abreißen des Aufwärtstrends der Elektromobilitätsbranche ist derzeit nicht abzusehen, zumindest nicht langfristig. Für das Geschäftsjahr 2021 wird von Deloitte ein Anstieg des Anteils alternativer Antriebe auf 11% prognostiziert, der unter anderem mit dem Fortbestand der staatlichen Kaufprämie von bis zu 6.000 € zusammenhängt, die erst im Dezember auslaufen wird. Daher soll der Marktanteil im Folgejahr auf 8 % absinken, bevor er wieder ansteigt und 2030 bei 38% steht. Die strukturellen Rahmenbedingungen hierfür, in diesem Fall etwa ein Anpassen des Strompreises sowie eine Innovationsförderung für Zukunftsprojekte, sind bereits Bestandteile eines von der Bundesregierung im Juni 2020 verabschiedeten Konjunkturpakets.

Neue Vorschriften, neues Denken

Neben der langfristig stark erhöhten Nachfrage werden sich auch in technologischer Hinsicht einige Dinge ändern. Ab Juli 2021 stehen Hersteller laut EU-Verordnung 540 in der Pflicht, elektrische Fahrzeuge mit einem Acoustic Verhicle Alerting System (AVAS) auszurüsten, sie also mit einem künstlichen Fahrgeräusch zu versehen. Denn so angenehm eine Stadt ohne Verkehrslärm in der Theorie auch erscheinen mag, so gefährlich ist sie in der Realität. Vor allem im Bereich niedriger Geschwindigkeiten können Elektroautos für Fußgänger einen ernstzunehmenden Risikofaktor darstellen, da sie sich – ohne Modifikationen – in verkehrsberuhigten Bereichen in einer Lautstärke fortbewegen, die mit der eines handelsüblichen Zimmerventilators vergleichbar ist. Erst ab 20 km/h sorgt das Abrollen der Reifen für den erforderlichen Geräuschpegel, sodass bis zu dieser Geschwindigkeit künstlich nachgeholfen werden muss.

Dass die neuen Technologien der Automobilbranche nicht bloß ansprechende Tonlandschaften kreieren können, zeigen Modelle wie der Tesla Model S Plaid oder der Audi e-tron GT, die beide noch innerhalb dieses Jahres auf dem Markt erscheinen werden. Das neue Flaggschiff aus Kalifornien ärgert die Konkurrenz mit 840 km Reichweite und der brandneuen 4680-Batteriezelle, die bei sechsfacher Leistung Kosten spart, und setzt damit – erneut – E-Superlative. Ingolstadt kontert mit einem überdurchschnittlich effizienten Verbrauch von gerade einmal 20 kWh pro 100 km und einer ebenfalls stattlichen Reichweite von 480 km.

Kommt bald das iCar?

Eine potenzielle Entwicklung des laufenden Jahres könnte Prognosen zufolge ein von Apple designtes und als Kooperationsprojekt realisiertes Elektroauto sein, in dem smarte Technologie eine ganz neue Dimension annehmen soll. Einige Medienberichte legen die Vermutung nahe, Hyundai könnte im Rahmen einer möglichen Kooperation für die Fertigung verantwortlich sein. Das Unternehmen hat dies jedoch bereits dementiert und darauf verwiesen, dass Apple noch mit anderen Autobauern verhandle. Andere Quellen erklären die Verhandlungen für gescheitert und legen eine Zusammenarbeit mit Auftragsfertigern wie Foxcomm oder Magna nahe. Experten vermuten jedenfalls, dass es – im Falle einer Einigung – realistisch sein könnte, bereits 2022 die ersten Testfahrzeuge zu erwarten. Man darf also – wieder einmal – gespannt sein auf die Entwicklungen in Cupertino.

Produktivität und Innovationsgeist der Automobilbranche werden im Jahr 2021 zeigen, wohin die Reise langfristig führen wird. Zum heutigen Stand scheint die Krise vor allem den Verbrennern geschadet und die zukünftigen Technologien gestärkt zu haben. Nun wird entscheidend sein, ob der Rückenwind nachhaltig in Energie umgesetzt werden kann.

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